Kräuter verdampfen richtig gemacht – die optimalen Vaporizer Temperaturen

Vaporizer Temperatur Kräuter

Eine Möglichkeit um deinen Vaporizer besser kennenzulernen, ist mit den Temperatureinstellungen zu experimentieren. Diese Experimente stellen schließlich eine freudige Forschung dar. Ein weitaus wissenschaftlicherer Ansatz ist es jedoch, die Siedepunkte der verschiedenen Inhaltsstoffe und ihre Eigenschaften zu wissen. Das nennen wir spaßig angewandte Wissenschaft!

Was ist die bestmögliche Vaporizer Temperatur?

Bevor wir gleich die Tiefen der Siedetemperaturen der unterschiedlichen Inhaltsstoffe erkunden, zuvor noch die wichtigsten Ergebnisse: Es gibt jeweils einen bestimmten Temperaturbereich, in dem die verschiedenen Verbindungen von den Kräutern freigesetzt werden. Diesbezüglich zeigt jede einzelne Verbindung außerordentliche Eigenschaften in der Wirkung. Das reine Experimentieren kann dir grundsätzlich zeigen, welche Wirkung dir am besten gefällt, doch die optimale Vaporizer Temperatur um einen weiten Bereich psychoaktiver Verbindungen zu extrahieren beträgt 185°C. Der ideale Temperaturrahmen für z.B. Cannabis befindet sich zwischen 180 und 210°C. Vaporizer Temperaturen unter 190°C verursachen eher einen zerebralen Rausch, währenddessen höhere Temperaturen einen auf den Körper wirkenden Rausch erzeugen. Je nach Kraut sollten unterschiedliche Temperaturen verwendet werden, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Bei welchen Temperaturen verdampfen Cannabinoide?

Der Temperaturbereich in welchem Cannabinoide verdampfen, befindet sich zwischen 157 und 220 Grad Celsius. Alle Cannabinoide besitzen unterschiedliche Siedepunkte, deshalb bewirkt das Verdampfen des gleichen Krautes bei unterschiedlichen Temperaturen auch unterschiedliche Ergebnisse. Grundsätzlich gibt es zwei maßgebliche Wirkungen, die wir als den “zerebralen Rausch” und den “körperlichen Rausch” bezeichnen. Wie bereits im vorigen Absatz angesprochen, bewirkt das Verdampfen bei niedrigeren Temperaturen eher eine mental berauschende Wirkung, während höhere Temperaturen eine körperliche Wirkung verursachen. Hinweis: Obwohl einige der folgenden Cannabinoide Temperaturen über 200 Grad Celsius benötigen,  bedeutet das Einstellen eines Vaporizers auf diese Temperatur, dass man die Verbrennung des Krauts riskiert. Eine Verbrennung sollte aber bestmöglich vermieden werden.

THC – 157°C – Das wohl berühmteste Cannabinoid. Es hat sowohl euphorische als auch analgetische Wirkungen. Zusätzlich bewirkt es ein tolles Gefühl der Entspannung.

CBD – 160 bis 180°C – Das gefragteste Cannabinoid bei medizinischen Nutzern. Es wirkt den Wirkungen von THC teilweise entgegen und mindert diese. Ebenfalls wirkt es den Gefühlen von Angst und Paranoia entgegen.

Delta-8-THC – 175 bis 178°C – Dieses Cannabinoid ist dem THC sehr ähnlich. Jedoch ist es stabiler und weniger psychoaktiv. Es hat die Eigenschaft gegen Erbrechen zu wirken.

CBN – 185°C – CBN kommt oft nur in sehr kleinen Mengen vor. Trotzdem können die Wirkungen spürbar sein. Es baut THC ab und ist stark mit einer beruhigenden Wirkung verbunden.

CBC – 220°C – Diese Cannabinoid weist entzündungshemmende und antimykotische Eigenschaften auf.

THCV – 220°C – THCV mindert die psychoaktiven Wirkungen von THC. Weitere Forschung ist noch notwendig.

Flavonoide – Kraut riecht nich gleich wie Kraut

Gemeinsam mit den Terpenoiden haben Flavonoide im Vergleich zu den berühmten Cannabinoiden nur wenig Bekanntheit. Flavonoide sind eine große Klasse pflanzlicher Pigmente, welche auch manchmal als Vitamin P betitelt werden. Terpenoide und Flavonoide sind unter anderem mitverantwortlich für das Aussehen, den Geschmack und Geruch einer bestimmten Sorte. Deswegen öffnen wir beim Kauf den Beutel, denn ihr Geruch verrät einiges über den Charakter der Pflanze. Es wird angenommen, dass sie sekundäre gesundheitliche Nutzen bringen. In den nächsten Absätzen werden sowohl die Wirkungen als auch die Vaporizer Temperaturen beschrieben, bei denen die Flavonoide verdampfen.

Beta-Sitosterol – 134°C – Es wird vermutet, dass es entzündungshemmende Eigenschaften hat.

Apigenin – 178°C – Es wird angenommen, dass es östrogene, anxiolytische und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Cannflavin A – 182°C – ist ein COX (Cyclooxygenase) Inhibitor.

Quercetin – 250°C – ist ein Antioxidans und antivirales Flavonoid. Es siedet bei Temperaturen, die außerhalb des Bereiches der Cannabis Verdampfung liegen.

Terpenoide – jetzt wird es interessant

Terpenoide sind von der Struktur her mit den Terpenen verwandt und treten natürlich in einer Vielzahl von Pflanzen auf. Teilweise tragen sie zu dem bei, was den Pflanzen ihre einzigartigen aromatischen Eigenschaften verleiht. Der Duft von z.B. Zimt, Nelken und Menthol sind bekannte Terpenoide. Die stärkste bekannte natürlich vorkommende psychedelische Verbindung ist Salvinorin A – ein Terpenoid. Folgend die Beschreibungen über Wirkung und Siedepunkte.

Beta-Caryophyllen – 199°C – Es wird vermutet, dass es entzündungshemmend und Malaria bekämpfend ist.

Alpha-Terpinol – 156°C – ist ein Antioxidans, Beruhigungsmittel, Antibiotika und wirkt gegen Malaria.

Beta-Myrcen – 166-168°C –  ist ein Analgetikum, Antibiotikum und wirkt entzündungshemmend.

Delta-3-Caren – 168°C – besitzt entzündungshemmende Eigenschaften.

1,8-Cineol – 176°C – fördert die Durchblutung des Hirns, wirkt als Stimulans und ist antiviral, entzündungshemmend und ein Antibiotikum.

Limonin-D – 177°C – kommt natürlich in Cannabis vor. Es hat antimutagene, antidepressive und das Immunsystem stärkende Eigenschaften.

P-Cymol – 177°C – ist ein Antibiotikum und ein Antimykotikum, speziell gegen Kandidose.

Linalool – 198°C – ist ein Antidepressivum, Beruhigungsmittel und Immunsystemverstärker.

Terpinol-4-ol – 209°C – ist ein Antibiotikum und ein Acetylcholinesterase-Inhibitor.

Borneol – 210°C – ist ein Antibiotikum.

Alpha-Terpineol – 217°C – ist ein Beruhigungsmittel, Antibiotika, Antioxidans und Acetylcholinesterase-Inhibitor.

Pulegone – 224°C – ist ein Beruhigungsmittel und hat eventuell eine das Gedächtnis stärkende Eigenschaft.

Die Feuchtigkeit des Krautes und die Vaporizer Temperatur

Beim Rauchen in einer Bong oder Sportzigarette kann trockenes Kraut eine Qual sein, nicht jedoch in einem Vaporizer. Da es trocken ist, verdampft es schneller. Sollte es zu heiß verdampfen, könnten die Wirkstoffe zu schnell verdampfen, worunter der Geschmack und das Aroma leiden. Jede Sorte und Situation ist einzigartig, deshalb gibt es keine generelle Anleitung wie man trockenes Kraut verdampfen sollte. Als Faustregel kannst du dir jedoch folgendes merken: je trockener das Kraut, desto niedriger die Vaporizer Temperatur.

Sollte das Kraut noch frisch sein wird es logischerweise noch einen höheren Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Dadurch kann es manchmal schwierig sein die Cannabinoide herauszulösen. Um dir das Verdampfen bei dieser Angelegenheit zu erleichtern, empfiehlt es sich, einen sogenannten Flavonoiddurchlauf durchzuführen. Du stellst den Vaporizer auf eine niedrigere Temperatur, etwa 138°C bis 148°C ein. Folgend ist es möglich, eine Tüte Flavonoiddampf zu gewinnen, wobei das Kraut schonend und langsam ein wenig getrocknet wird. Danach sollte dein Kraut trocken genug sein, um es effizient bei den Temperaturen zu verdampfen, welche die Cannabinoide herauslösen.

Falls du nun total begeistert von den unterschiedlichen Temperatureinstellungen und Wirkungen sein solltest und dir noch der passende und qualitative Vaporizer fehlt, schau doch bei unseren Verdampfern vorbei. Wir bieten dir hochwertige Vaporizer zu einem fairen Preis!

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